Wo Kompetenz sich türmt.
Baloise Park Basel, Referenz: Bauberatung

Hintergrund im Vordergrund

Jedes Projekt schreibt seine eigene Geschichte.

Geprägt ist diese von festen Rahmenbedingungen, von hohen Anforderungen und Erwartungen, von klugen Lösungen und professioneller Leitung. Der Blog verschafft Ihnen Einblicke in ausgesuchte Projektgeschichten. 

Ein bedeutender Schritt für die Zukunft der Schulanlage Hinterbüel

20.03.2025 — Die Erweiterung der Schulanlage Hinterbüel in Wangen bei Olten markiert einen entscheidenden Meilenstein in der Entwicklung moderner Bildungsinfrastrukturen. Der offizielle Spatenstich am 28. Februar 2025 läutete den Beginn der Bauarbeiten für das neue Schulgebäude und den Kindergarten ein.

Effiziente Planung als Basis für eine erfolgreiche Umsetzung
Die wirtschaftliche und nachhaltige Umsetzung von Bauprojekten erfordert eine detaillierte Analyse, um Budgets effizient zu nutzen und die definierten Qualitätsstandards einzuhalten. Dass die Bevölkerung Wangens dem Baukredit in Höhe von 10,5 Millionen Franken mit über 70 Prozent Zustimmung zustimmte, zeigt das Vertrauen in die Planung und transparente Kostenstruktur. 

Ein durchdachtes Raumkonzept für eine optimale Nutzung
Das von den Architekten Guerra Clauss entworfene Siegerprojekt "Wo die wilden Kerle wohnen" schafft eine inspirierende Lernumgebung für die kommende Generation. Mit sechs neuen Klassenzimmern, zwei Kindergärten sowie zusätzlichen Park- und Fahrradabstellplätzen bietet das Gebäude flexible Nutzungsmöglichkeiten. Ziel war es, Räumlichkeiten zu schaffen, die sowohl funktional als auch wirtschaftlich sinnvoll gestaltet sind.

Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Verantwortung
Nachhaltige Bauweisen, ressourcenschonende Materialien und langfristig wirtschaftliche Betriebskosten sind essenzielle Aspekte eines modernen Bildungsbaus. Eine vorausschauende Kostensteuerung sorgt für Projekte, die nicht nur während der Bauzeit finanziell tragfähig bleibt, sondern auch langfristig den wirtschaftlichen Anforderungen entspricht.

Ein lebendiger Ort des Lernens entsteht
Ein Gebäude gewinnt erst durch seine Nutzer an Bedeutung. Gemeinderätin Yvonne Majnarić erwähnte in ihrer Rede Schüler, Lehrer und Hauswarte, die diesen Ort mit Leben füllen. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie eine enge Zusammenarbeit zwischen Planungsteams, Gemeinde und Schule zu einer nachhaltigen Bildungszukunft beitragen kann. 

Mit der geplanten Fertigstellung im August 2026 wird die Schulanlage Hinterbüel einen neuen, modernen Raum für Bildung und Gemeinschaft bieten – ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung komplexer Bauprojekte mit wirtschaftlichem Weitblick.

Die Büro für Bauökonomie AG ist verantwortlich für die Kostenplanung und das Baumanagement. Im Sommer 2026 werden der Kindergarten und der Erweiterungsbau der Bauherrschaft übergeben.

Bauherrschaft: Wangen bei Olten 
Architektur: Guerra Clausss Architekt:innen 
Bild: Neue Oltner Zeitung 

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WAS-Neubau auf Kurs: Luzern bekommt ein modernes Sozialversicherungszentrum

24.02.2025 — Noch vor dem Sommer 2026 wird das neue Sozialversicherungszentrum WAS Wirtschaft Arbeit Soziales am Standort Eichhof West in Kriens betriebsbereit sein. Damit stehen den Luzernerinnen und Luzernern alle Dienstleistungen rund um Sozialversicherungen zentral zur Verfügung. «Durch die Zusammenlegung an einen Standort kann die Luzerner Bevölkerung die Leistungen von WAS Luzern effizient nutzen und sich dort kompetent beraten lassen», sagt Guido Graf, Verwaltungsratspräsident von WAS und der WAS Immobilien AG.

Nachhaltigkeit und Innovation durch Konzept 2226
Die neuen WAS-Gebäude setzen ein klares Zeichen für Nachhaltigkeit. Das innovative Konzept 2226 sorgt in den Open Space Büros für eine konstante Raumtemperatur zwischen 22 und 26 Grad – ohne klassische Heizung oder energieintensive Klimaanlagen. Stattdessen wird die Abwärme von Menschen, technischen Anlagen und Beleuchtung effizient genutzt. «Dank spezifischer Gebäudestrukturen und intelligenter Steuerung wird das WAS-Gebäude sowohl ökologisch als auch ökonomisch nachhaltig sein», erklärt Urs Kneubühler, Vizepräsident des Verwaltungsrats der WAS Immobilien AG. 

Effizienzgewinne und Kosteneinsparungen
Mit dem Umzug 2026 werden Synergien geschaffen, die nicht nur den Mitarbeitenden, sondern auch der Luzerner Bevölkerung zugutekommen. Durch die Zusammenlegung in einem modernen Standort können jährlich rund CHF 4.8 Mio. an Miet-, Infrastruktur-, Unterhalts- und Verwaltungskosten eingespart werden. Ursprünglich wurden die Baukosten auf CHF 120 Mio. geschätzt, aktuell belaufen sie sich auf CHF 112 Mio. für das Hauptgebäude. Zusätzlich wurde das sechsstöckige Gebäude D3 mit einer Investition von CHF 40 Mio. realisiert. Dies erfolgte im Rahmen der Reorganisation der Regionalen Arbeitsvermittlung (RAV), die ebenfalls in das neue Zentrum integriert wird.

Ein architektonisches Meisterwerk
Neben den nachhaltigen Aspekten beeindruckt das Bauprojekt auch mit seiner technischen Raffinesse. Eine besonders herausfordernde Ingenieurleistung stellt die spektakuläre Auskragung dar – eine halbe Brücke, auf der sieben weitere Stockwerke aufbauen. Ein einzigartiges Konzept, das schweizweit seinesgleichen sucht. Die Fassade des Gebäudes, entstanden in 24 aufeinander abgestimmten Arbeitsschritten, vereint Funktionalität mit ästhetischer Perfektion. 

Mit der geplanten Eröffnung im Juni 2026 wird das Sozialversicherungszentrum WAS Luzern zu einem Vorzeigemodell für Nachhaltigkeit, Effizienz und moderne Arbeitswelten. 

Die Büro für Bauökonomie AG begleitet das Projekt seit dem Wettbewerbsverfahren in den Funktionen Bauherrenvertreter/Projektleitung Bauherr sowie bauherrenseitiges Qualitätsmanagement (PQM) und Controlling. Damit stellt sie die professionelle Steuerung der prozessualen, baulichen als auch der finanziellen Aspekte des Vorhabens sicher. Des Weiteren ist die Büro für Bauökonomie AG auf der Bauherrenseite für das BIM-Management und die Qualitätssicherung (QS) verantwortlich.

Bauherrschaft: WAS Wirtschaft Arbeit Soziales
Architektur: Gigon Guyer Partner Architekten AG
Totalunternehmung: Anliker AG Generalunternehmung 
Bilder: WAS Wirtschaft Arbeit Soziales und LZ Boris Bürgisser 

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Grundsteinlegung für die Zukunft: Die Schulanlage Wolfsmatt nimmt Form an

03.02.2025 — Die Stadt Dietikon schafft neue Bildungsräume für kommende Generationen: Mit der Schulanlage Wolfsmatt entsteht ein modernes Schulgebäude, das den steigenden Schülerzahlen gerecht wird und neue pädagogische Konzepte ermöglicht. Die feierliche Grundsteinlegung markiert einen wichtigen Meilenstein für dieses Grossprojekt, das nicht nur baulich, sondern auch gesellschaftlich eine grosse Bedeutung hat. 

Ein Bauprojekt mit Herausforderungen – und einer klaren Vision
Der Weg zum Neubau der Schulanlage Wolfsmatt war von einigen Hürden geprägt. Ursprünglich war vorgesehen, während der Bauzeit provisorische Schulbauten direkt auf dem Gelände der bestehenden Schule zu errichten. Rekurse führten jedoch dazu, dass die temporären Klassenzimmer an einen alternativen Standort verlegt werden mussten. Dies hatte nicht nur Verzögerungen im Bauablauf zur Folge, sondern auch Auswirkungen auf andere Flächen in der Stadt, insbesondere Schrebergärten, die weichen mussten. Trotz dieser Herausforderungen konnte das Projekt weitergeführt und erfolgreich zur Umsetzung gebracht werden. 

Mit der Grundsteinlegung beginnt nun die nächste Phase der Bauarbeiten. Die neue Schulanlage wird moderne Unterrichtsräume, mehrere Turnhallen, flexible Mehrzweckräume und Tagesstrukturen umfassen. Der Fokus liegt dabei auf einer nachhaltigen, zukunftsorientierten Architektur, die sowohl den funktionalen Bedürfnissen als auch den Anforderungen an eine hochwertige Lernumgebung gerecht wird. 

Ein symbolischer Moment: Die Zeitkapsel der Schülerinnen und Schüler
Die feierliche Grundsteinlegung wurde von zahlreichen Beteiligten begleitet – von Vertretern der Stadt Dietikon über die Projektverantwortlichen bis hin zu den Schülerinnen und Schülern selbst. Ein besonders emotionaler Moment war das Vergraben einer Zeitkapsel, die von den Kindern mit Erinnerungsstücken aus ihrer Schulzeit gefüllt wurde. 

In der Kapsel fanden sich unter anderem ein aktuelles Schulprogramm, ein Umsetzungsplan zur Energieschule, Schreibhefte, ein defektes Convertible sowie ein Buch zur Pädagogik. Besonders spannend: Die Sechstklässler hatten Aufsätze verfasst, in denen sie ihre Vorstellungen von der Welt in 50 Jahren schilderten – eine kreative Reflexion über die Zukunft, für die dieser Schulbau einen wichtigen Grundstein legt. 

Ausblick: Bauablauf und Fertigstellung
Nach der Grundsteinlegung beginnt nun die Hochbauphase. Der Neubau soll bis Sommer 2026 fertiggestellt sein, sodass danach die Sanierung der denkmalgeschützten Bestandsgebäude beginnen kann. Diese alten Schulgebäude können aufgrund ihres kulturellen Werts nicht abgerissen werden, werden aber modernisiert und in das neue Schulkonzept integriert. 

Mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten soll die gesamte Schulanlage pünktlich zum Schuljahr 2028/29 bezugsbereit sein. Besonders bemerkenswert: Die Anzahl der Schulzimmer wird von 24 auf 36 erhöht, wodurch Platz für insgesamt 790 Schülerinnen und Schüler geschaffen wird – 290 mehr als bisher. 

Mit diesem Projekt investiert Dietikon nicht nur in die Bildung, sondern auch in die Stadtentwicklung.  

Die Büro für Bauökonomie AG begleitet das Bauprojekt als bauherrenseitiges Qualitätsmanagement (PQM) und stellt die professionelle Steuerung der baulichen als auch die finanziellen Aspekte des Vorhabens sicher. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Plausibilisierung der Kosten, der Einhaltung hoher Qualitätsstandards über alle SIA-Phasen hinweg sowie der Wettbewerbsbegleitung für Kunst am Bau. 

Bauherrschaft: Stadt Dietikon
Architektur: Architekten Bünzli & Courvoisier 
Bilder: Limmattaler Zeitung 

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Neubau für das Aargauer Amt für Verbraucherschutz feierlich eröffnet

29.10.2024 — Nach zweieinhalbjähriger Bauzeit wurde der Neubau des Amts für Verbraucherschutz des Kantons Aargau in Unterentfelden am 25. Oktober 2024 feierlich eingeweiht. Die modernen Labore und Büros bieten fortschrittliche Arbeitsbedingungen für den Schutz der Bevölkerung. Für die Planung und Umsetzung setzte der Generalplaner, bestehend aus Markus Schietsch Architekten GmbH und der Büro für Bauökonomie AG, auf modernste Bautechnologien und eine effiziente digitale Koordination.

Am Standort Unterentfelden wurde der Neubau des Aargauer Amts für Verbraucherschutz (AVS) offiziell seiner Bestimmung übergeben. Die neuen Räumlichkeiten beherbergen Labore und Büros für über 80 Mitarbeitende, die sich täglich für den Verbraucherschutz und die Sicherheit der Bevölkerung einsetzen. Das moderne Gebäude ist nicht nur eine funktionale Erweiterung, sondern auch ein architektonisches und technologisches Vorzeigeprojekt. Dank innovativer digitaler Planung und Bauprozesse, wurde der Bau des AVS in Qualität und Kostenkontrolle effizient vorangetrieben (mehr dazu: «Digitales Bauen mit BIM beim Amt für Verbraucherschutz in Unterentfelden», 22.11.2021 und «Mithilfe von digitaler Planung zum neuen Labor AVS Aargau», 24.02.2023).

Fortschrittliche Infrastruktur für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Der Neubau des AVS wurde speziell für die spezifischen Anforderungen der Verbraucherschutzaufgaben entwickelt und umgesetzt. Das dreigeschossige Gebäude bietet unter anderem spezialisierte Labore zur Untersuchung von Lebensmittelproben und weiteren sicherheitsrelevanten Gütern, die für die Bevölkerung von zentraler Bedeutung sind. Die neuen Labore und Büros verfügen über eine moderne Ausstattung und sind auf Effizienz sowie Sicherheit ausgelegt. Grosszügige Arbeitsbereiche und die Ausstattung mit hochwertigen Laborgeräten schaffen optimale Bedingungen für die Untersuchung von Lebensmitteln, Trinkwasser und Verbrauchsgütern, die in der gesamten Region im Einsatz sind.

Präzise Planung und effiziente Umsetzung
Die Verwendung von Building Information Modeling (BIM) beim Neubau des AVS stellt ein Paradebeispiel für modernes Bauen dar. Als BIM-Gesamtkoordinatorin und Bauleiterin trug die Büro für Bauökonomie AG wesentlich zur Realisierung des Projekts bei, indem sie alle relevanten Planungs- und Bauprozesse digital koordinierte. BIM ermöglicht eine umfassende Kontrolle und Transparenz über alle Bauphasen hinweg und minimiert potenzielle Planungsfehler, die traditionell oft im späteren Bauprozess zu Verzögerungen und Mehrkosten führen. Durch das digitale Modell konnten alle am Bau Beteiligten frühzeitig auf denselben Wissensstand gebracht werden, was die Effizienz und die exakte Umsetzung der geplanten Bauqualität sicherstellten.

Nachhaltiges und anpassungsfähiges Bauen
Neben Funktionalität und Sicherheit legte die Auftraggeberin besonderen Wert auf Nachhaltigkeit und Flexibilität. Markus Dieth, Finanzdirektor und Bauherr, ist zufrieden: «Die naturbewusste Umgebungsgestaltung überzeugt ebenso sehr wie die moderne und energieeffiziente Innenausstattung.» So erlaubt die Gebäudestruktur eine zukünftige Anpassung an sich ändernde Anforderungen, sodass etwa Umnutzungen oder Erweiterungen problemlos umsetzbar sind. Auch energetisch erfüllt der Neubau hohe Standards: Durch nachhaltige Baumaterialien, eine sorgfältig geplante Gebäudehülle und eine energieeffiziente Anlagentechnik werden die Ziele des Kantons Aargau zur Energieeffizienz konsequent umgesetzt. Rund 2600 Kubikmeter Holz aus dem Staatswald wurden im Neubau verbaut und wo immer möglich sei Recyclingbeton verwendet worden. Eine Grundwasserwärmepumpe heizt und kühlt das Gebäude, auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage installiert. Diese vorausschauende Planung spart langfristig Betriebskosten und reduziert den ökologischen Fussabdruck. Auch für Markus Dieth ist dies ein Beweis, dass sich der Kanton zu seiner Vorbildfunktion beim Thema Nachhaltigkeit bekennt.

Der Neubau des Amts für Verbraucherschutz in Unterentfelden ist mehr als ein funktionales Arbeitsgebäude: Er steht exemplarisch für den effizienten und nachhaltigen Einsatz modernster Planungsmethoden, die erfolgreich umgesetzt wurden. Mit der offiziellen Einweihung nimmt das AVS eine wichtige Funktion zum Schutz der Aargauer Bevölkerung wahr und setzt zugleich ein klares Zeichen für die Zukunft des digitalen Bauens in der Region.

Die Büro für Bauökonomie AG realisierte als Teil des Generalplanerts zusammen mit Markus Schietsch Architekten GmbH das neue Labor- und Bürogebäude und verantwortete die BIM-Gesamtkoordination und die Bauleitung.

Bauherrschaft: Kanton Aargau
Architektur: Markus Schietsch Architekten GmbH, Zürich
Bilder: Markus Schietsch Architekten GmbH, Zürich

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Spatenstich für die zweite Bauetappe von «Wohnen im Betlehem» in Immensee

04.10.2024 — Das generationenübergreifende Wohnprojekt «Wohnen im Bethlehem» mit vier geplanten Etappen geht in die zweite Runde. Nachdem die Baubewilligung erteilt wurden, fiel am 3. September der Startschuss für den Bau von vier neuen Mehrfamilienhäusern. Die insgesamt 56 Wohnungen sollen bis Ende 2026 fertiggestellt und bezugsbereit sein.

Am Dienstag, den 3. September 2024, lud der Verein Missionshaus Bethlehem (VMB) zum Spatenstich der zweiten Bauetappe des Projekts «Wohnen im Betlehem» ein. Über 30 Gäste, darunter Vertreter des Vereins, Architektinnen und Architekten, Planende und Anwohnerinnen sowie Anwohner, versammelten sich auf der Baustelle zwischen der Artherstrasse und dem Bethlehemweg in Immensee, um den nächsten Meilenstein des Wohnbauprojekts zu feiern. Das Projekt, das unter der Leitung von Lüscher Bucher Theiler Architekten GmbH steht, bietet attraktive Wohnmöglichkeiten und folgt dem Grundgedanken, eine nachhaltige, generationsübergreifende und zukunftsorientierte Wohnsiedlung zu schaffen. Die Wohnungen der ersten Etappe wurden im Frühling 2021 bezogen (mehr dazu: «Mehrgenerationenwohnen "Im Bethlehem" in Immensee», 07.06.2022).

Zweite Etappe profitiert von Erfahrungen
Die zweite Bauetappe umfasst den Bau weiterer Wohngebäude, die in moderner Bauweise realisiert werden und vielfältige Wohnformen bieten. Erfahrungen aus der ersten Bauphase fliessen in die Planung ein. «Aufgrund neusten Erkenntnissen entschlossen wir uns, die zweite Etappe in Hybridbauweise zu realisieren», erklärt Stefan Kaiser, Präsident der Baukommission. Der Holzhybridbau kombiniert die Materialien Holz, Beton und Stahl und nutzt deren jeweilige Stärken. Holz als nachhaltiger Rohstoff reduziert den ökologischen Fussabdruck. Zudem werden Leitungen offen verlegt, um bei künftigen Renovierungen eine einfachere Trennung zu ermöglichen.

Lebendiges Miteinander dank breitem Angebot
Das Wohnangebot reicht von kompakten Einzimmer- bis hin zu geräumigen Fünfeinhalbzimmerwohnungen. Die Baukosten, inklusive Grundstück, belaufen sich auf rund 35 Millionen Franken. Neben den Wohnungen sind verschiedene Gemeinschaftseinrichtungen vorgesehen, darunter ein Gemeinschaftsraum, Dachterrassen und Fotovoltaikanlagen zur Energiegewinnung. Auch im Aussenbereich setzt das Projekt auf Begegnung und Zusammenleben: Ein Bouleplatz, ein Gärtnerplatz, ein Grillplatz sowie eine grosse Spielwiese werden für die Bewohnerinnen und Bewohner geschaffen.

Preisgünstiger Wohnraum und soziale Vielfalt
Gemäss Vorgaben wird mindestens die Hälfte der Wohnungen für den preisgünstigen Wohnungsbau reserviert, erklärt Patrice Riedo, Geschäftsführer der Missionsgesellschaft Betlehem. So werden die Mietpreise entsprechend unter dem Marktpreis liegen. Ziel sei es, durch den Wohnungsmix ein breites Spektrum an Wohnbedürfnissen abzudecken und eine ausgewogene Altersdurchmischung in der Siedlung zu schaffen. «Zudem möchte die Missionsgesellschaft mit der Mehrgenerationensiedlung ihrem weltweiten sozialen Engagement Ausdruck verleihen», ergänzt er. Bis 2037 sollen noch weitere zwei Etappen folgen. Das Projekt «Wohnen im Betlehem» umfasst insgesamt 180 Wohnen und diverse Gewerbeflächen.

Seit 2012 unterstützt die Büro für Bauökonomie AG die Generalplanung Lüscher Bucher Theiler Architekten GmbH beim Baumanagement. In beiden Bauetappen – sowohl der ersten als auch der aktuellen zweiten – ist sie für die Kostenplanung und die Bauleitung verantwortlich.

Mehr Informationen zum Projekt.

Architektur: Lüscher Bucher Theiler Architekten GmbH, Luzern
Bauherrschaft: Missionsgesellschaft Bethlehem (SMB)
Bilder: Patrick Caplazi / Fritz Weber SMB

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Sanierung des Hallenbads Rialto: Ein neues Kapitel für ein historisches Bauwerk

02.09.2024 — Das Wohn- und Geschäftsgebäude mit Hallenbad «Rialto», ein fester Bestandteil der Basler Schwimmkultur, wurde umfassend modernisiert. Nach zweijähriger Sanierung öffnete das Hallenbad Rialto am 1. September 2024 seine Tore und bietet ein zeitgemässes Badeerlebnis. Ein Überblick über das Sanierungsprojekt und die wichtigsten Neuerungen.

Das Hallenbad Rialto an der Birsigstrasse gehört zu den bekanntesten Bädern in Basel und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Doch die vergangene Zeit hinterliess ihre Spuren, und so war es notwendig, das historische Gebäude einer gründlichen Sanierung zu unterziehen (mehr dazu: «Basler Wohn- und Geschäftsgebäude mit Hallenbad Rialto wird bis 2024 gesamtsaniert», 22.07.2022). Ziel war es, das Bad den modernen Anforderungen an Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit anzupassen, ohne dabei den charakteristischen Charme des Bauwerks zu verlieren. Das im Jahr 1934 eröffnete Wohn- und Geschäftsgebäude beherbergt im unteren Teil das öffentliche Hallenbad und in den oberen Geschossen ein Restaurant mit Seminarräumen sowie Gewerbe- und Wohnflächen.

Die Büro für Bauökonomie AG hatte die verantwortungsvolle Aufgabe, dieses Grossprojekt von der ersten Kostenschätzung bis zur Schlussabrechnung zu begleiten und sicherzustellen, dass die Sanierung sowohl wirtschaftlich als auch qualitativ höchsten Anforderungen entspricht. In diesem Beitrag beleuchten wir die wesentlichen Aspekte der Sanierung und zeigen auf, wie das Projekt trotz seiner Komplexität erfolgreich zum Abschluss gebracht werden konnte.

Bestandsaufnahme und Planung: Der erste Schritt zur Modernisierung
Eine präzise Bestandsaufnahme bildet die Grundlage jeder erfolgreichen Sanierung. Im Falle des Hallenbads Rialto war dies besonders entscheidend, da das Gebäude in weiten Teilen den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprach. Die BfB AG führte die detaillierten Kostenberechnungen durch. Diese Kalkulationen umfassten nicht nur die offensichtlichen baulichen Massnahmen, sondern auch versteckte Herausforderungen, wie veraltete Installationen oder unzureichende Dämmung.

Es folgte die sorgfältige Planung der Sanierungsarbeiten. Dabei war es wichtig, das architektonische Erbe des Gebäudes zu respektieren und gleichzeitig moderne Standards zu erfüllen. Durch die enge Zusammenarbeit mit Reuter Architekten und den Fachingenieuren gelang es, ein Sanierungskonzept zu entwickeln, das sowohl ästhetisch ansprechend als auch funktional überzeugte.

Ausschreibung und Bauleitung: Gewährleistung einer präzisen Umsetzung
Ein zentraler Bestandteil der Projektabwicklung war die Ausschreibung der Bauleistungen, nach den Vorgaben des öffentlichen Beschaffungswesens. Die BfB AG verantwortete diese Phase und stellte sicher, dass die Angebote nicht nur preislich, sondern auch in qualitativer Hinsicht den hohen Anforderungen entsprachen. Der Angebotsvergleich war hierbei ein wesentlicher Schritt, um die geeignetsten Partner für die Umsetzung der Sanierung zu finden.

Während der Bauphase übernahm die BfB AG die umfassende Bauleitung und überwachte kontinuierlich die Einhaltung der Kosten, Termine und Qualitätsvorgaben. Die Herausforderung lag insbesondere darin, die Arbeiten so zu koordinieren, dass die verschiedenen Gewerke reibungslos ineinandergreifen konnten. Trotz unerwarteter Schwierigkeiten gelang es, den Baufortschritt voranzutreiben und das Objekt planmässig per Ende August 2024 der Bauherrschaft und den Nutzern zu übergeben.

Neuerungen und Verbesserungen: Mehr Komfort
Mit der Wiedereröffnung des Hallenbads Rialto erwartet die Besucherinnen und Besuchern ein deutlich verbessertes Badeerlebnis. Neben den technischen Erneuerungen wurden auch die Umkleidebereiche und Duschen modernisiert. Diese bieten nun mehr Komfort und Platz, was insbesondere für Familien und Menschen mit eingeschränkter Mobilität eine deutliche Verbesserung darstellt.

Ein besonderes Augenmerk lag zudem auf der Gestaltung der Schwimmhalle. Durch eine neue Lichtinstallation und optimierte Akustikmassnahmen ist es gelungen, eine angenehme und einladende Atmosphäre zu schaffen, die zum Verweilen und Entspannen einlädt. Ebenfalls wurde ein Lernschwimmbecken inklusive verstellbarem Hubboden ergänzt und der Saunabereich vergrössert.

Die Sanierung des Hallenbads Rialto war ein herausforderndes, aber ebenso erfolgreiches Projekt. Die BfB AG ist stolz darauf, einen wesentlichen Beitrag zu diesem Meilenstein in der städtischen Infrastruktur geleistet zu haben. Nun kann das Hallenbad Rialto wieder in neuem Glanz erstrahlen und den Besucherinnen und Besuchern ein modernes Badeerlebnis bieten.

Bauherrschaft: Immobilien Basel-Stadt
Architektur: Reuter Architekten, Basel

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HOLCIM verlegt Stammsitz nach Zug

19.08.2024 — Per Anfang 2026 gibt der Baustoffkonzern Holcim seinen Standort in Holderbank AG auf, wo das Unternehmen 1912 gegründet wurde, und verlegt die rund 200 Arbeitsplätze nach Zug.

Holcim AG ist ein weltweit tätiger Baustoffkonzern und in den Bereichen Hochbau, Tiefbau und Infrastruktur eine der führenden Anbieterinnen für innovative und nachhaltige Baulösungen. Die Holcim-Gruppe ist in rund 70 Ländern vertreten und beschäftigt 70 000 Mitarbeitende. In der Schweiz produziert das Unternehmen derzeit an 55 Standorten Beton, Kies und Zement und recycelt Abbruchmaterialien zu ressourcenschonenden Produkten.

Den Standort im aargauischen Holderbank, wo die Firmengeschichte 1912 begann, gibt die Holcim AG auf. Bis 2001 hiess der global tätige Baustoffkonzern «Holderbank», benannt nach der gleichnamigen Gemeinde. Der daraufhin verwendete Name Holcim ist eine Mischung aus Holderbank und dem französischen Wort für Zement, «ciment». Der aargauische Stammsitz hat an Bedeutung verloren und die Belegschaft ist geschrumpft. Heute sind vor allem Konzernfunktionen wie Marketing und Innovation in Holderbank angesiedelt.

Der Ausbau der Büroflächen wird vom Berner Büro «Fritschi Beis Architektur AG» in Zusammenarbeit mit dem Amsterdamer Büro «Beyond Space» geplant. Mit der Verlagerung des Sitzes nach Zug werden die Arbeitsplätze beim Zuger Sitz vis-à-vis vom Bahnhof verdoppelt. Die Zusammenarbeit unter den Teams und die Innovationskraft sollen durch die Zusammenlegung gestärkt werden.

Die Büro für Bauökonomie AG unterstützt die Bauherrschaft in allen Phasen des Projekts. Sie erarbeitete eine detaillierte Kostenschätzung und einen Kostenvoranschlag, stellte die Projektgrundlagen zusammen, übernimmt die Ausschreibung der Bauleistungen und begleitet das Projekt in den Ausführungsphasen 51-53 mit der Bauleitung, Kostenkontrolle und Inbetriebnahme.

Bauherrschaft: Holcim Group Services Ltd., Zug
Architektur: Fritschi Beis Architektur AG, Bern + Beyond Space, Amsterdam

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Psychiatrie in Sarnen wird saniert und erweitert

22.07.2024 — Das in die Jahre gekommene, denkmalgeschützte Psychiatriegebäude in Sarnen wird saniert und erweitert. Nachdem die Stimmbevölkerung den Objektkredit im Herbst 2022 genehmigte, begannen die Bauarbeiten im Frühling 2023. Das renovierte Gebäude soll im Sommer 2025 bezugsfertig sein.

Seit 2017 stellt die Luzerner Psychiatrie AG (Lups) die psychiatrische Versorgung der Kantone Luzern, Obwalden und Nidwalden sicher. Der Kanton Obwalden stellt der Lups die notwendigen Räumlichkeiten gegen eine Miete zur Verfügung. Um die Anforderungen an einen modernen Psychiatriebetrieb zu erfüllen, wird das bestehende Psychiatriegebäude an der Brünigstrasse in Sarnen saniert und erweitert. Im Rahmen eines Architekturwettbewerbs setzte sich das Projekt «Aurorafalter» des Luzerner Büros Sigrist Schweizer Architekten AG durch.

Historisches Gebäude im neuen Glanz
Das Gebäude befindet sich beim Ortseingang Sarnen und wurde 1856 als erstes Kantonsspital des Kantons Obwalden erbaut. «Mit dem Bauprojekt für die Sanierung und Erweiterung der Psychiatrie Sarnen ist es gelungen, die Anforderungen an einen modernen Psychiatriebetrieb am bestehenden Gebäude umzusetzen», erklärte der Kanton in einer Medienmitteilung. Beim Spatenstich im Frühjahr 2023 betonte Architekt Marc Sigrist, dass die historische Fassade sowie die ursprünglichen Proportionen wiederhergestellt werden. Das in die Jahre gekommene Gebäude wird erneuert, den aktuellen Vorschriften angepasst und erweitert. Dabei wird alles bis auf die Tragstruktur rückgebaut, bevor der Wiederaufbau und die neuen Raumeinteilungen starten. Die historische Bausubstanz bleibt erhalten und wird durch die Restaurierung der Fassade und Proportionen ergänzt

Kanton setzt auf Nachhaltigkeit
Während der Rückbauarbeiten kam eine 600 Quadratmeter grosse Fläche Fischgratparkett aus der Bauzeit von 1856 zum Vorschein. Da das Vollholzparkett in einen sehr guten Zustand ist, wird es aufgearbeitet und erneut verlegt. Ein ortsansässiges Unternehmen halbiert das Parkett und verleimt es zu einer Trägerschicht, wodurch hochwertige Parkettriemen entstehen, die in zwei Geschossen des Psychiatriegebäudes wieder verlegt werden. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird auch Altholz aus dem Bestand weiterverwendet, beispielsweise für Möbelstücke oder für die Therapie-Werkstätten der Luzerner Psychiatrie in St. Urban und in Sarnen.

Aktuelle Arbeiten
Die Arbeiten sind in vollem Gange. Fundamente und Bodenplatten sind erstellt, die Aussenwände im Untergeschoss abgedichtet und die Kanalisationsarbeiten im Bereich des Gerüsts beendet. Nun steht das Gerüst, und der Holzbauer arbeitet an der Statik in Decken und Wänden.

Die Büro für Bauökonomie AG hat im Auftrag des Kantons Obwalden den Projektwettbewerb begleitet. Im Auftrag des Architekturbüros Sigrist Schweizer Architekten AG ist sie im Weiteren für die Kostenberechnungen, Submissionen, Vertragswesen, Kostenkontrolle und die Schlussabrechnung verantwortlich.

Bauherrschaft: Bau- und Raumentwicklungsdepartement BRD Obwalden
Architektur: Sigrist Schweizer Architekten AG, Luzern

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Grundsteinlegung für das Schwimmsportzentrum Tenero

09.07.2024 — Im Mai 2024 wurde der Grundstein für das neue Schwimmsportzentrum Tenero gelegt. Das Projekt «Rimini» von ARGE Studio Burkhardt und Stücheli Pestalozzi Schiratzki wird das Centro Sportivo Tenero (CST) um eine hochmoderne Schwimmhalle erweitern.

Das Centro Sportivo in Tenero, ein bedeutendes Trainingszentrum für den Schweizer Schwimmsport, erhält ein neues Schwimmsportzentrum. Das Herzstück des Projekts ist eine moderne Schwimmhalle, die optimale Trainingsbedingungen für Spitzen- und Nachwuchssportler bieten wird. Das Bundesamt für Bauten und Logistik BBL lancierte dazu im 2017 einen Projektwettbewerb, aus welchem «Rimini» der Arbeitsgemeinschaft Studio Burkhardt und Stücheli Pestalozzi Schiratzki als Sieger hervorging

Feierliche Grundsteinlegung
Seit 2019 läuft die Projektierung für die Erneuerung des Schwimmsportzentrums in Tenero. Die feierliche Grundsteinlegung im Mai 2024 markierte den Start für den Bau und fand im Beisein prominenter Gäste statt, darunter die Tessiner Regierungsrätin Marina Carobbio, BASPO-Direktor Matthias Remund, der stellvertretende BBL-Direktor Martin Frösch sowie der Schweizer Spitzenschwimmer Noè Ponti.

Optimale Bedingungen für den Schweizer Schwimmsport
Die neue Schwimmhalle wird nicht nur modernen Standards entsprechen, sondern auch die Möglichkeit bieten, internationale Wettkämpfe auszurichten und Athleten unter besten Bedingungen trainieren zu lassen. Das nationale Schwimmsportzentrum in Tenero bietet Trainingsmöglichkeiten für die Sportarten Schwimmen, Artistic Swimming, Wasserball, Wasserspringen, Rettungsschwimmen, Freitauchen, Triathlon und Ski-Freestyle (Sprungtraining im Sommer). Ursprünglich war eine Sanierung dieser Schwimmsportanlagen vorgesehen. Im Verlauf der Planung stellte sich jedoch heraus, dass eine Sanierung nicht wirtschaftlich wäre und zu grossen Beeinträchtigungen im Betrieb führen würde. Der Ersatzneubau wird nun stattdessen in zwei Etappen geplant. Die Schwimmhalle wird mit einem Hubboden für das Olympiabecken, zwei Whirlpools, einem Eisbad, einem Regenerations- und Kraftbereich sowie Räumlichkeiten für Leistungsdiagnostik und Analyse ausgestattet. Ein Springerbecken, ein Schwimmkanal und Garderoben komplettieren den Innenbereich. Nach Inbetriebnahme der Schwimmhalle im 2026 wird das Trainingsbecken im Aussenbereich ersetzt und mit einem Landebereich für Ski-Freestyle ergänzt. Die Fertigstellung der Aussenanlage ist im 2028 vorgesehen.

Die Büro für Bauökonomie AG ist seit 2013 am Schwimmsportzentrum Tenero beteiligt und hat verschiedene Kostenberechnungen erstellt, von den ersten Machbarkeitsstudien bis zum Kostenvoranschlag.

Bauherrschaft: Bundesamt für Bauten und Logistik BBL
Architektur: ARGE Studio Burkhardt, Zürich / Stücheli Pestalozzi Schiratzki, Zürich

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